Felix Janosa

Felix Janosa (*1962), Komponist, Pianist und Autor aus Aachen, wurde im deutschsprachigen Raum bekannt durch die Ritter Rost-Kinderbuchmusical-Reihe, die er gemeinsam mit dem Zeichner und Autor Jörg Hilbert schuf. Seit Anfang der 1990er Jahren komponiert und produziert er unermüdlich und darf mittlerweile ein großes Regal voll selbst komponierter und geschriebener Produkte sein eigen nennen. Besonders stolz ist er dabei auf seine beiden Beatles-Bücher "Die Beatles, das Universum und der Rest" und "Across The Beatles Universe", aus denen er in Erftstadt lesen wird.

Die Bandgeschichte On- & Backstage und wie die Fab Four bis heute die Popkultur beeinflussen
Obwohl John, Paul, George und Ringo nur acht Jahre Plattenaufnahmen machten, sind sie immer noch die erfolgreichste Popgruppe der Welt. Komponist und Autor Felix Janosa („Ritter Rost“) und Illustratorin Paulina Eichhorn eint die gemeinsame Beatles-Begeisterung und ihr großartig illustriertes Buch ist weit mehr als eine Biografie. Das Buch lässt die Beatles als Musiker und Menschen wieder lebendig werden. „Die Beatles, das Universum und der Rest“ zeigt visuell eindrücklich, wie stark der kulturelle Fußabdruck der Gruppe war und immer noch ist: Eine Weltkultur ohne die Beatles ist denkbar, aber kaum wünschenswert!
Wir haben Felix Janosa gefragt:
Was würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen – ein Buch oder eine Schallplatte?
Auf die berühmte einsame Insel nimmt er natürlich seinen Kindle mit, auf dem er unter anderem über zweihundert Biographien von bekannten Komponisten und Musikern hortet.
Sean Lennon sagte in einem Interview, dass man sich Sorgen machen müsste, weil man die Beatles in Zukunft nicht mehr kennt – wie sehen Sie das?
Dass man die Beatles in Zukunft nicht mehr kennen wird, ist eine lustige, jedoch völlig absurde Idee aus dem Kinofilm "Yesterday": Mittlerweile sind die drei Pfeiler unserer europäischen Musiktradition wohl für immer festgemeißelt: Bach, Beethoven, Beatles!
Foto © Peter Leßmann
Jens Wawrczeck

Jens Wawrczeck, 1963 in Dänemark geboren, wurde als Schauspieler und Hörbuchinterpret mehrfach ausgezeichnet, veröffentlichte 2020 sein Debütalbum als Sänger und arbeitet sporadisch als Synchronbuchautor und Regisseur. Besondere Bekanntheit erlangte er mit der Hörspielserie »Die drei Fragezeichen«. Auf seinem Label audoba und in seinem Bühnenprogrammen »Hitch und ich« widmet er sich der Literatur, die den großen Alfred Hitchcock zu seinen Filmen inspirierte.

Sind wirklich alle Mütter Monster? Welche Bücher stecken hinter Alfred Hitchcocks größten Filmen? Und wer sind die wahren Schurkinnen und Schurken auf der Leinwand? Jens Wawrczeck spürt den ikonischen Werken des großen Regisseurs mit viel Leidenschaft nach, und nimmt uns mit auf seine ganz persönliche Reise durch das Hitchcock-Universum. »Wie wäre es, wenn Sie sich während der Lektüre dieses Buches vorstellten, wir gingen gemeinsam ins Kino? Zu einem Private Screening von Hitchcocks Lebenswerk. Ich zeige Ihnen 5264 Minuten Film. 88 Stunden Suspense. Edler Look. Explosiver Inhalt …«
Wir haben Jens Wawrczeck gefragt:
Was können Autoren von Hitchcock als Erzähler lernen?
Hitchcock wurde von den Begründern der nouvelle vague nicht umsonst als „Autor“ bezeichnet, als ein Regisseur, der eine ganz eigene Bildsprache entwickelt hat und eine klare Handschrift erkennen lässt.
Wenn er Romane adaptieren ließ – im Laufe seiner Karriere immerhin 42. – entschlackte er die Vorlagen und warf alles, was er als überflüssig empfand, über Bord.
Und ich denke, dies könnten einige Autoren von ihm lernen: die Konzentration auf das Wesentliche, die Genauigkeit in den Bildern, die geschaffen werden, die Verdichtung. Hitchcocks Filme leben von einer enormen Präzision.
Welche Rolle würden Sie gerne in welchem Hitchcock Film spielen und warum?“
Dies ist kein Wunsch, den ich heimlich hege. Hitchcocks Darstellerinnen und Darsteller sind perfekt besetzt. Wenn ich mich für eine Figur entscheiden müsste, dann wäre es eventuell Mr. Memory aus „Die 39 Stufen“, einem frühen Hitchcockfilm aus seiner britischen Phase. Mr. Memory ist ein Varietékünstler, der darunter leidet, dass er das ganze Wissen der Welt in sich trägt, darunter auch brisante Spionagegeheimnisse – schließlich befinden wir uns in einem Hitchcockfilm. Die Rolle ist sowohl komisch, als auch tragisch. Sehr skurill und darum höchst reizvoll.
© Foto Christian Hartmann
Kai Meyer

Die weltweite Auflage seiner Romane beträgt Millionen, Übersetzungen erscheinen in mehr als 30 Sprachen. Auch seine Titel um das legendäre Graphische Viertel Leipzigs sind Besteller - So auch „Die Bibliothek im Nebel“, die zum einen ins Russland 1917 führt, wo der Bibliothekar Artur vor den Schergen der Revolution flieht – im Gepäck ein geheimnisvolles Manuskript. Zum anderen an die Cote d’Azur 1928, wo Liette ein altes, mit einem Schloss gesichertes Buch findet. 30 Jahre später beauftragt Liette den Gentleman-Ganoven Thomas Jansen, mehr über die ehemalige Besitzerin herauszufinden. Die Spur führt zu einem Bibliothekar, zu einer verlassenen Villa am Meer und der geheimnisvollen Bibliothek im Nebel.
Kai Meyer wurde 1969 in Lübeck geboren. Seit 1995 ist er hauptberuflicher Schriftsteller und hat bislang über fünfzig Romane veröffentlicht. Dazu kommen mehrere Drehbücher, Hörspiele und Comics. Er lebt im Rheinland zwischen Köln und Eifel.

Freundschaft und Verrat im Bann der Bücher– die Geheimnisse des Graphischen Viertels
Die Bücherstadt Leipzig, 1930: Inmitten unruhiger Zeiten versammeln sich vier junge Männer in einem Antiquariat im Graphischen Viertel. Alle sind Söhne aus gutem Haus, alle sind vom Leben gelangweilt. Statt ihrem Studium nachzugehen, gründen Felix, Vadim, Julius und Eddie den „Club Casaubon“. Getrieben von ihrer Leidenschaft für Literatur und der Lust am Abenteuer werden sie zu Bü cherdieben, spezialisiert auf kostbare, okkulte Bände. Doch als Eddies rätselhafte Schwester Eva zum Club stößt, werden sie immer tiefer in die Pläne erbarmungsloser Mächte hineingezogen.
Wir haben Kai Meyer gefragt:
Wie wichtig ist es, an unsere Vergangenheit zu erinnern?
Welches Genre, das du noch nicht geschrieben hast, würdest du gern noch schreiben?
Kathrin Tordasi

Kathrin Tordasi lebt als freischaffende Autorin und Übersetzerin in Berlin. Nach ihrem Literaturstudium in Wales wäre sie beinahe nach London gezogen, entschied sich jedoch für ein Zugvogel Dasein zwischen Themse und Spree. Mehrere Jahre lang unterrichtete sie englische Literatur an der Humboldt-Universität, machte sich danach selbstständig und bietet mittlerweile interaktive Lesungen für Kinder und Jugendliche sowie Schreibworkshops zu unterschiedlichen Themen an.
Kathrin arbeitet am liebsten in Cafés und erkundet Städte mit dem Notizbuch in der Tasche. Sie schreibt, was sie selbst gerne liest: Abenteuerliche Kinderbücher, Bücher über Außenseiter*innen, selbstgewählte Familien und phantastische (Unter)welten.

Paris! Schon wieder eine neue Stadt … Wie soll Léa Freunde finden, wenn sie ständig umziehen muss? Im Garten von Notre-Dame trifft Léa ein geheimnisvolles Mädchen, das mit einem Vogel zu spre chen scheint. Alexandrine eröffnet Léa ein Paris, das voller Magie steckt – zumindest für diejenigen, die die Gabe haben, sie sehen zu können. Ausgerechnet bei Alex‘ Freunden, einer Bande von Straßenkindern, findet Léa zum ersten Mal in ihrem Leben echte Freundschaft. Doch die Kinder führen ein gefährliches Leben, und als Alex entführt wird, muss Léa sich entscheiden, wie tief sie sich in die magische Unterwelt von Paris ziehen lässt …
Wir haben Kathrin Tordasi gefragt:
Schärft Magie in Geschichten unseren Blick auf die wirkliche Welt?
Auf jeden Fall. Das Fantastische war schon immer eine Erzählform, mit der wir Menschen uns die Welt erklären. Zum Beispiel können wir in fantastischen Geschichten Gesellschaften spiegeln, oder neu (aus)denken.
Worin liegt die Herausforderung, für junge Leute zu schreiben?
Ich sehe es als wertvolle Herausforderung, so wahrhaftig wie möglich über die Gefühle und Fragen von jungen Menschen zu schreiben, die noch dabei sind, sich zu finden. Dazu nehme ich mir immer vor, schwere Themen mit Hoffnung, Trost und Abenteuer auszubalancieren.
© Foto Olga Blackbird
Lennox Lethe

Lennox Lethe liebt und schreibt Horror. Seine Kurzgeschichte "Der Tag der Unsterblichkeit" gewann den 3. Platz beim Marburg-Award 2024. Nach "Nekrolog – Chronik des Grauens" ist "Babywitch" sein zweiter Roman. Er ist Co-Host von "Where is the Light? Der MillenniuM Podcast" und schreibt als freier Redakteur für das Horror-Magazin "Virus". Lennox trägt meistens eine Totenkopf-Maske und lebt in der Nähe von Köln.

Ihr erster Tag ist dein letzter
Als die neue Kollegin mit den feuerroten Haaren und dem knallengen »Little Witch«-Top die Firma betritt, ahnt Kaspar noch nicht, dass sein Arbeitstag zu einem Albtraum werden wird.
Schon bei ihrer Ankunft gibt es einen Toten und es dauert nicht lange, bis sich ein Kollege in einen blutrünstigen Irren verwandelt. Dass die Neue dahintersteckt, ist Kaspar klar. Doch was bezweckt sie und wie gelingt es ihr, Dinge zu tun, die eigentlich unmöglich sind?
Seine esoterische Kollegin Jasmin hält sie für eine Babywitch – eine Junghexe –, die den Verlockungen des Bösen erlegen ist. Gemeinsam macht sich das ungleiche Gespann auf Hexenjagd. Doch ihnen läuft die Zeit davon, denn in wenigen Stunden geht ein Blutmond auf und verlangt einen grausigen Tribut.
Wir haben Lennox Lethe gefragt:
Wann fällt die Maske?
Welche Maske!? Das ist mein Gesicht.
Die Welt ist ohnehin gruselig genug – wie viel Horror brauchen wir?
Wir brauchen so viel fiktionalen Horror, wie wir kriegen können, um mit dem realen Horror klarzukommen.
