Akrakm El-Bahay

Akram El-Bahay hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Für seinen Debütroman Flammenwüste wurde er mit dem Seraph Literaturpreis und dem RPC Award ausgezeichnet. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen, deren Mythenwelt ihn gleichermaßen inspirieren. Er ist Mitglied des Phantastik-Autoren-Netzwerkes PAN. Der Autor lebt mit seiner Familie in Nordrheinwestfalen und tauscht sich gern auf Instagram mit seinen Leserinnen und Lesern aus.

Adam und Elisa versuchen herauszufinden, was mit Elisas Mutter geschah. Sie ist nur wenige Jahre nach Elisas Geburt von einer Reise in die Bücher nicht mehr zurückgekehrt und verschwand spurlos in einer Geschichte. Was hat das mit den Figuren zu tun, die offenbar aus den Büchern in die reale Welt gebracht werden? Längst wissen Adam und Elisa, dass sie bei Libronautic Inc. niemandem mehr vertrauen können. Jemand scheint ihre Recherchen unbedingt verhindern zu wollen - koste es, was es wolle ...
Eine mitreißende Geschichte voller Büchermagie und Abenteuer.
Wir haben Akram El-Bahay gefragt:
Alicia Zett

Alicia Zett wurde 1996 geboren, hat Film studiert und arbeitet neben ihrem Autorinnendasein bei einem lokalen Fernsehsender. Wenn sie nicht gerade auf ihren Social Media Kanälen (aliciazett) über queere Bücher, Filme und Serien spricht, verbringt sie ihre Tage am liebsten mit langen Spaziergängen, dem Erstellen von Buchplaylisten oder stundenlangen Gesprächen mit ihren Freund:innen. Alicia schreibt Bücher, die sie selbst in ihrer Jugend gebraucht hätte. Sie ist Own-Voice-Autorin mit Leib und Seele und nutzt ihre Geschichten, um zu zeigen, dass Liebe in allen Formen und Farben existiert. Neben LGBTQIA+ Stories finden sich in Alicias Büchern auch viele weitere Themen, die ihr persönlich am Herzen liegen: Sie schreibt über Mental Health, ihre Liebe zum Fußball, zur Musik, zum Schreiben und zur Natur. Alicia fordert sich selbst immer wieder aufs Neue heraus und versetzt ihre Figuren in Situationen, an denen sie wachsen können. Dabei sind die Charaktere so authentisch, dass man als Leser:in schnell das Gefühl bekommt, mit ihnen befreundet zu sein. Alicia legt großen Wert darauf, dass ihre Geschichten Wohlfühlorte und Safe Spaces sind. Mit ihren Büchern stand Alicia schon mehrfach auf der Spiegel-Bestsellerliste, und sie begeistert ihre Leser:innen auf Lesungen. Alicia lebt am Stadtrand von Köln, umgeben von ganz viel Natur.

Nach ihrer Trennung von Langzeitfreund Leo braucht Lena erst einmal Zeit für sich. Doch sie bekommt weder ihn noch Kate aus dem Kopf. Da bietet ein Fotografie Workshop in Portugal die perfekte Ablenkung. Durch die künstlerische Arbeit und den Austausch mit den anderen, ganz unterschiedlichen Teilnehmenden, findet Lena langsam heraus, wer sie sein und was sie mit ihrem Leben anfangen will. Sie bittet Kate, sie in Portugal zu besuchen, und die beiden kommen einander wieder näher. Doch dann taucht Leo auf, der Lena unbedingt zurückerobern will ...
Wir haben Alicia Zett gefragt:
Warum sollten Menschen heutzutage wieder mehr lesen?
Weil das Lesen, anders als Filme, Serien, Social Media und Co etwas ist, bei dem wir das Tempo selbst bestimmen können. Bei all der Schnelllebigkeit durch „short content“ wie Reels, TikToks usw., genieße ich es besonders, wie sehr das Lesen meinen Alltag entschleunigt und mir dennoch unendliche Möglichkeiten an Unterhaltung bietet.
Warum ist die Liebe immer noch ein so gutes Thema für Romane?
Weil Liebe in unzähligen Farben und Formen auftreten kann und deshalb niemals langweilig werden wird. In meinem Filmstudium habe ich direkt im ersten Semester gelernt: „Ohne Sex und Gewalt funktionieren Geschichten nicht.“ Sehr reißerischer Titel, gemeint war damit: Ohne zwischenmenschliche Beziehungen und Konflikte werden Geschichten flach. Die Liebe, sei es die romantische, die freundschaftliche, die familiäre, oder auch die zu uns selbst, bietet so viel Potential, so viele Fallstricke. Ich denke, ich werde nie müde werden, all ihre Arten in meinen Büchern zu ergründen.
© Foto Johannes Tram
Carla Kaspari

Carla Kaspari, geboren 1991, hat in Bonn und Paris Literatur- und Musikwissenschaft studiert. Sie lebt in Köln und arbeitet als freie Autorin. Ihre Texte erscheinen in unterschiedlichen Publikationen und Formaten.

Es ist der Sommer 2130, irgendwo im Norden Italiens. Die Malerin Esther und die Ingenieurin Théa leben zwei der besten Leben, die in jenen Jahren noch möglich sind. »Spes I« ist ein besonderer Ort für besondere Menschen; dass hinter den Dörfern ein fragwürdiges Konzept steckt, ist nur der Betreiberorganisation bekannt – noch. Das Ende ist beruhigend ist ein Roman über Freundschaft, über Kreativität und darüber, wie hoffnungsvoll man in die Zukunft blicken kann und muss. Mit spielerischer Freude entwirft Carla Kaspari eine zugleich groteske und dramatische, spannende und unterhaltsame Utopie in der Dystopie.
Wir haben Carla Kaspari gefragt:
Wie leben wir in 100 Jahren?
Worauf bauen Sie für die Zukunft - Optimismus oder Hoffnung?
An guten Tagen gelingt es mir, (zweck)optimistisch zu sein, an schlechten Tagen baue ich auf die Hoffnung.
Foto © Fredrike Wetzels
Fabienne Siegmund & M.W. Ludwig

Fabienne Siegmund, geboren 1980, lebt in Erftstadt. Seit 2009 veröffentlicht regelmäßig Romane, Novellen und Kurzgeschichten. In ihren Geschichten bewegt sie sich dabei am Rande der Realität und tritt über die Grenzen in phantastische Welten. 2015 erschuf sie gemeinsam mit Vanessa Kaiser, Stephanie Kempin und Thomas Lohwasser Welt der „Herbstlande“, in der seither mehr als 80 Autor*innen und Illustrator*innen ihre künstlerischen Fußspuren hinterlassen haben. Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie in der Energiewirtschaft, unterrichtet Yoga und engagiert sie sich ehrenamtlich in der Erftstädter Kulturszene.
M.W. Ludwig erblickte 1977 das Licht der Welt. Bereits während seines Studiums der Germanistik und Anglistik in Aachen und Köln begeisterte er sich für das Abgründige und Fantastische. Danach arbeite er als Radiomoderator, Zeitschriftenkolumnist und Künstlermanager. Heute lebt er mit seiner Familie, Hunden und Katzen in der Nähe von Düren (Rheinland), wo er als Lehrer an einer Mädchenschule arbeitet und daneben eine Theatergruppe leitet. Zuletzt ist von ihm die Novelle "Der Earl von Gaudibert – Wettlauf zum Mond" erschienen.
Derzeit arbeiten die beiden befreundeten Autoren an so vielen Ideen, dass sie gerne eine Zeitmaschine hätten.

Die Erftstädterin Fabienne Siegmund und der in Düren lebende M.W. Ludwig waren schon einige Jahre Verlagskollegen, ehe sie sich bei den Studiolesungen von Szene 93 und den Kranichen persönlich kennenlernten.
Sie verstanden sich auf Anhieb so gut, dass sie in Kontakt blieben und M.W. Ludwig zu den ersten Autoren gehörte, die Fabienne fragte, ob er für ihre Kurzgeschichtensammlung „Geschichten aus der Dämmerung“ eine Geschichte mit ihr schreiben würde.
So entstand „Abigail Lidenbrock und der Geist von Thorngood Hall“, um die junge Journalistin Abigail, die im London der 1960er auf ein unveröffentlichtes Sherlock Holmes Manuskript stößt und alles daran setzt, dessen Geheimnis zu lüften.
Auf dem Lesefest stellen die beiden Autoren nicht nur die Geschichte gemeinsam vor und plaudern aus dem gemeinsamen Schreibnähkästchen; Fabienne Siegmund wird auch ihren Erzählband näher vorstellen und vielleicht gibt es auch noch eine weitere Überraschung.
Das letzte Refugium der Wunder sind die Geschichten. – »Die Fremde«
In elf Erzählungen tritt Fabienne Siegmund über die Bürgersteigkante des Möglichen hinaus und wirft einen Blick hinter die Schleier, die Wunder verbergen.
Wie kann ein Krake eine Astronautin halten? Welchen Preis haben Wünsche und wie weit geht man für sein Glück? Was hat es mit einem geheimnisvollen Holmes-Manuskript auf sich? Können sieben böse Hexen die Welt retten? Und wie füllt man ein Glas mit Sternen?
Begleitet von Stefanie Bender, Sameena Jehanzeb, Christina Löw, M. W. Ludwig, Christin C. Mittler, Melanie Vogltanz und Jenny Wood öffnet sie tausende Türen – und erkundet, wie oft man den vollen Mond aufgehen sieht, wie viele Sternschnuppen vor blinden Augen verglühen und wo man noch Wunder findet.
Wir haben Fabienne Siegmund und M.W. Ludwig gefragt:
Was ist anders beim Schreiben zwischen Roman und Kurzgeschichte?
Fabienne Siegmund: Abgesehen von der Länge hat man im Roman viel mehr Raum, Figuren und ihre Hintergründe, die ganze Handlung auszuarbeiten und aufzuschreiben; der Reiz der Kurzgeschichte ist es, eine Situation aus dem Leben einer Figur herauszunehmen, oft einen einzigen Moment und daraus eine ganze Geschichte zu machen. Manchmal vermischt es sich auch, und es macht sehr viel Spaß, damit zu experimentieren.
Ist Sherlock Holmes der größte Detektiv aller Zeiten?
M.W. Ludwig: Als Ikone ist Holmes zweifellos der größte Detektiv aller Zeiten.
Er ist nicht der erste Detektiv der Literatur (das ist eher Edgar Allan Poes C. Auguste Dupin), weder der sympathischste Ermittler, noch der Spannendste. Aber er ist der erste vollständig ausgeformte Detektivtypus, an dem sich nahezu alle späteren Ermittler messen lassen müssen.
Dabei hat Holmes den seltenen Status erreicht, größer als sein Text zu sein. Viele Menschen kennen die Figur, ohne je Conan Doyle gelesen zu haben. In dieser Hinsicht ist er in seinem Metier konkurrenzlos. Weder Poirot noch Miss Marple, weder Marlow noch Sam Spade erreichen diese Omnipräsenz.
© Foto P. Wasmund
Felix Janosa

Felix Janosa (*1962), Komponist, Pianist und Autor aus Aachen, wurde im deutschsprachigen Raum bekannt durch die Ritter Rost-Kinderbuchmusical-Reihe, die er gemeinsam mit dem Zeichner und Autor Jörg Hilbert schuf. Seit Anfang der 1990er Jahren komponiert und produziert er unermüdlich und darf mittlerweile ein großes Regal voll selbst komponierter und geschriebener Produkte sein eigen nennen. Besonders stolz ist er dabei auf seine beiden Beatles-Bücher "Die Beatles, das Universum und der Rest" und "Across The Beatles Universe", aus denen er in Erftstadt lesen wird.

Die Bandgeschichte On- & Backstage und wie die Fab Four bis heute die Popkultur beeinflussen
Obwohl John, Paul, George und Ringo nur acht Jahre Plattenaufnahmen machten, sind sie immer noch die erfolgreichste Popgruppe der Welt. Komponist und Autor Felix Janosa („Ritter Rost“) und Illustratorin Paulina Eichhorn eint die gemeinsame Beatles-Begeisterung und ihr großartig illustriertes Buch ist weit mehr als eine Biografie. Das Buch lässt die Beatles als Musiker und Menschen wieder lebendig werden. „Die Beatles, das Universum und der Rest“ zeigt visuell eindrücklich, wie stark der kulturelle Fußabdruck der Gruppe war und immer noch ist: Eine Weltkultur ohne die Beatles ist denkbar, aber kaum wünschenswert!
Wir haben Felix Janosa gefragt:
Was würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen – ein Buch oder eine Schallplatte?
Auf die berühmte einsame Insel nimmt er natürlich seinen Kindle mit, auf dem er unter anderem über zweihundert Biographien von bekannten Komponisten und Musikern hortet.
Sean Lennon sagte in einem Interview, dass man sich Sorgen machen müsste, weil man die Beatles in Zukunft nicht mehr kennt – wie sehen Sie das?
Dass man die Beatles in Zukunft nicht mehr kennen wird, ist eine lustige, jedoch völlig absurde Idee aus dem Kinofilm "Yesterday": Mittlerweile sind die drei Pfeiler unserer europäischen Musiktradition wohl für immer festgemeißelt: Bach, Beethoven, Beatles!
Foto © Peter Leßmann

