
Kathrin Tordasi lebt als freischaffende Autorin und Übersetzerin in Berlin. Nach ihrem Literaturstudium in Wales wäre sie beinahe nach London gezogen, entschied sich jedoch für ein Zugvogel Dasein zwischen Themse und Spree. Mehrere Jahre lang unterrichtete sie englische Literatur an der Humboldt-Universität, machte sich danach selbstständig und bietet mittlerweile interaktive Lesungen für Kinder und Jugendliche sowie Schreibworkshops zu unterschiedlichen Themen an.
Kathrin arbeitet am liebsten in Cafés und erkundet Städte mit dem Notizbuch in der Tasche. Sie schreibt, was sie selbst gerne liest: Abenteuerliche Kinderbücher, Bücher über Außenseiter*innen, selbstgewählte Familien und phantastische (Unter)welten.
Wir haben Kathrin Tordasi gefragt:
Schärft Magie in Geschichten unseren Blick auf die wirkliche Welt?
Auf jeden Fall. Das Fantastische war schon immer eine Erzählform, mit der wir Menschen uns die Welt erklären. Zum Beispiel können wir in fantastischen Geschichten Gesellschaften spiegeln, oder neu (aus)denken.
Worin liegt die Herausforderung, für junge Leute zu schreiben?
Ich sehe es als wertvolle Herausforderung, so wahrhaftig wie möglich über die Gefühle und Fragen von jungen Menschen zu schreiben, die noch dabei sind, sich zu finden. Dazu nehme ich mir immer vor, schwere Themen mit Hoffnung, Trost und Abenteuer auszubalancieren.
© Bild Olga Blackbird