
Alicia Zett wurde 1996 geboren, hat Film studiert und arbeitet neben ihrem Autorinnendasein bei einem lokalen Fernsehsender. Wenn sie nicht gerade auf ihren Social Media Kanälen (aliciazett) über queere Bücher, Filme und Serien spricht, verbringt sie ihre Tage am liebsten mit langen Spaziergängen, dem Erstellen von Buchplaylisten oder stundenlangen Gesprächen mit ihren Freund:innen. Alicia schreibt Bücher, die sie selbst in ihrer Jugend gebraucht hätte. Sie ist Own-Voice-Autorin mit Leib und Seele und nutzt ihre Geschichten, um zu zeigen, dass Liebe in allen Formen und Farben existiert. Neben LGBTQIA+ Stories finden sich in Alicias Büchern auch viele weitere Themen, die ihr persönlich am Herzen liegen: Sie schreibt über Mental Health, ihre Liebe zum Fußball, zur Musik, zum Schreiben und zur Natur. Alicia fordert sich selbst immer wieder aufs Neue heraus und versetzt ihre Figuren in Situationen, an denen sie wachsen können. Dabei sind die Charaktere so authentisch, dass man als Leser:in schnell das Gefühl bekommt, mit ihnen befreundet zu sein. Alicia legt großen Wert darauf, dass ihre Geschichten Wohlfühlorte und Safe Spaces sind. Mit ihren Büchern stand Alicia schon mehrfach auf der Spiegel-Bestsellerliste, und sie begeistert ihre Leser:innen auf Lesungen. Alicia lebt am Stadtrand von Köln, umgeben von ganz viel Natur.
Wir haben Alicia Zett gefragt:
Warum sollten Menschen heutzutage wieder mehr lesen?
Weil das Lesen, anders als Filme, Serien, Social Media und Co etwas ist, bei dem wir das Tempo selbst bestimmen können. Bei all der Schnelllebigkeit durch „short content“ wie Reels, TikToks usw., genieße ich es besonders, wie sehr das Lesen meinen Alltag entschleunigt und mir dennoch unendliche Möglichkeiten an Unterhaltung bietet.
Warum ist die Liebe immer noch ein so gutes Thema für Romane?
Weil Liebe in unzähligen Farben und Formen auftreten kann und deshalb niemals langweilig werden wird. In meinem Filmstudium habe ich direkt im ersten Semester gelernt: „Ohne Sex und Gewalt funktionieren Geschichten nicht.“ Sehr reißerischer Titel, gemeint war damit: Ohne zwischenmenschliche Beziehungen und Konflikte werden Geschichten flach. Die Liebe, sei es die romantische, die freundschaftliche, die familiäre, oder auch die zu uns selbst, bietet so viel Potential, so viele Fallstricke. Ich denke, ich werde nie müde werden, all ihre Arten in meinen Büchern zu ergründen.
© Bild Johannes Tram