3. Erftstädter Lesefest - 4.7.26

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(Jg. 1943), Studium der Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Geschichte in Köln und Wien. Promotion. Ab 1970 Freier Mitarbeiter und Moderator beim Westdeutschen Rundfunk. Reportagen aus Afrika, Indien, USA. Seit 1976 Redakteur für Geschichte, Poitik, Musik im Schulfernsehen. Leiter der Kulturabteilung des WDR Fernsehens, dann des Familienprogramms und ab 1994 der Programmgruppe Religion, Philosophie, Bildung im Fernsehen. Seit 2005 freier Publizist, Autor und Komponist.
Harbecke ist Verfasser und Gestalter herausragender Fernseh- und Hörfunksendungen und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Ulrich Harbecke lebt in Erftstadt.


Wir haben Ulrich Harbecke gefragt:

Können wir aus Literatur lernen?

Ja, aber das kostet Mut, denn Lesen gefährdet die Dummheit.

Welche Zukunft hat das Buch?

Ein Buch, wem ist das nicht bekannt,
ist nützlich schon als Gegenstand.
Es eignet sich als Pflanzenpresser
je schwerer, dicker, desto besser.
Und hat der Tisch ein kurzes Bein,
wird das Problem rasch lösbar sein.
Wenn Bücher in der Schrankwand stehn,
macht sich das alle Male schön.
Der Bücherwurm tut sich dran gütlich,
die Milbe macht es sich gemütlich.
Der Staub, der sich hier niederlässt,
setzt sich nicht anderweitig fest.
Der Buchbesitz ist nie vergeblich,
denn auch sein Brennwert ist erheblich.
Ganz gleich, ob Goethe, Böll, Fontane,
ob Dichtung oder Schundromane
ob nüchtern oder schön verziert,
gebunden oder nur broschiert
vergessen oder groß gefeiert,
es flackert lieblich, wenn verfeuert.
Ob klein ob groß, ob neu, ob alt,
ein Buch ist nie zu hoch bezahlt:
Wenn etwas soviel Nutzen gibt,
verdient es auch, dass man es liebt.
Dein Buch, das unbekannte Wesen.

Natürlich könnte man’s auch lesen.

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