3. Erftstädter Lesefest - 4.7.26

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Fabienne Siegmund, geboren 1980, lebt in Erftstadt. Seit 2009 veröffentlicht regelmäßig Romane, Novellen und Kurzgeschichten. In ihren Geschichten bewegt sie sich dabei am Rande der Realität und tritt über die Grenzen in phantastische Welten. 2015 erschuf sie gemeinsam mit Vanessa Kaiser, Stephanie Kempin und Thomas Lohwasser Welt der „Herbstlande“, in der seither mehr als 80 Autor*innen und Illustrator*innen ihre künstlerischen Fußspuren hinterlassen haben. Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie in der Energiewirtschaft, unterrichtet Yoga und engagiert sie sich ehrenamtlich in der Erftstädter Kulturszene.

M.W. Ludwig erblickte 1977 das Licht der Welt. Bereits während seines Studiums der Germanistik und Anglistik in Aachen und Köln begeisterte er sich für das Abgründige und Fantastische. Danach arbeite er als Radiomoderator, Zeitschriftenkolumnist und Künstlermanager. Heute lebt er mit seiner Familie, Hunden und Katzen in der Nähe von Düren (Rheinland), wo er als Lehrer an einer Mädchenschule arbeitet und daneben eine Theatergruppe leitet.  Zuletzt ist von ihm die Novelle "Der Earl von Gaudibert – Wettlauf zum Mond" erschienen.

Derzeit arbeiten die beiden befreundeten Autoren an so vielen Ideen, dass sie gerne eine Zeitmaschine hätten.

Die Erftstädterin Fabienne Siegmund und der in Düren lebende M.W. Ludwig waren schon einige Jahre Verlagskollegen, ehe sie sich bei den Studiolesungen von Szene 93 und den Kranichen persönlich kennenlernten.
Sie verstanden sich auf Anhieb so gut, dass sie in Kontakt blieben und M.W. Ludwig zu den ersten Autoren gehörte, die Fabienne fragte, ob er für ihre Kurzgeschichtensammlung „Geschichten aus der Dämmerung“ eine Geschichte mit ihr schreiben würde.

So entstand „Abigail Lidenbrock und der Geist von Thorngood Hall“, um die junge Journalistin Abigail, die im London der 1960er auf ein unveröffentlichtes Sherlock Holmes Manuskript stößt und alles daran setzt, dessen Geheimnis zu lüften.

Auf dem Lesefest stellen die beiden Autoren nicht nur die Geschichte gemeinsam vor und plaudern aus dem gemeinsamen Schreibnähkästchen; Fabienne Siegmund wird auch ihren Erzählband näher vorstellen und vielleicht gibt es auch noch eine weitere Überraschung.

 

Das letzte Refugium der Wunder sind die Geschichten. – »Die Fremde«

In elf Erzählungen tritt Fabienne Siegmund über die Bürgersteigkante des Möglichen hinaus und wirft einen Blick hinter die Schleier, die Wunder verbergen.
Wie kann ein Krake eine Astronautin halten? Welchen Preis haben Wünsche und wie weit geht man für sein Glück? Was hat es mit einem geheimnisvollen Holmes-Manuskript auf sich? Können sieben böse Hexen die Welt retten? Und wie füllt man ein Glas mit Sternen?

Begleitet von Stefanie Bender, Sameena Jehanzeb, Christina Löw, M. W. Ludwig, Christin C. Mittler, Melanie Vogltanz und Jenny Wood öffnet sie tausende Türen – und erkundet, wie oft man den vollen Mond aufgehen sieht, wie viele Sternschnuppen vor blinden Augen verglühen und wo man noch Wunder findet.


Wir haben Fabienne Siegmund und M.W. Ludwig gefragt:

Was ist anders beim Schreiben zwischen Roman und Kurzgeschichte?

Fabienne Siegmund: Abgesehen von der Länge hat man im Roman viel mehr Raum, Figuren und ihre Hintergründe, die ganze Handlung auszuarbeiten und aufzuschreiben; der Reiz der Kurzgeschichte ist es, eine Situation aus dem Leben einer Figur herauszunehmen, oft einen einzigen Moment und daraus eine ganze Geschichte zu machen. Manchmal vermischt es sich auch, und es macht sehr viel Spaß, damit zu experimentieren.

Ist Sherlock Holmes der größte Detektiv aller Zeiten?

M.W. Ludwig: Als Ikone ist Holmes zweifellos der größte Detektiv aller Zeiten.

Er ist nicht der erste Detektiv der Literatur (das ist eher Edgar Allan Poes C. Auguste Dupin), weder der sympathischste Ermittler, noch der Spannendste. Aber er ist der erste vollständig ausgeformte Detektivtypus, an dem sich nahezu alle späteren Ermittler messen lassen müssen. 

Dabei hat Holmes den seltenen Status erreicht, größer als sein Text zu sein. Viele Menschen kennen die Figur, ohne je Conan Doyle gelesen zu haben. In dieser Hinsicht ist er in seinem Metier konkurrenzlos. Weder Poirot noch Miss Marple, weder Marlow noch Sam Spade erreichen diese Omnipräsenz.

© Foto P. Wasmund

Das 3. Erftstädter Lesefest wird unterstützt von: