Szene 93 Autoren: Der Schatten - Livehörspiel mit Szene 93 Ensemble

Ein Hörspiel von Szene 93
Eigentlich wollte die junge Tanja im Hotel „Zum Silberadler” nur eine Reisereportage schreiben, um sich als Praktikantin zu bewähren, doch schon auf der Hinfahrt benimmt sich nicht nur Busfahrerin Hannelore, sondern auch die anderen Mitreisenden höchst verdächtig. Im Hotel angekommen, ist der Kunstsammler Justus dann auch folgerichtig ziemlich schnell ziemlich tot. In dem nichtssagenden Flachbau aus den 70er Jahren scheint ein Mörder umzugehen. Ist Tim, der junge Hotelangestellte der Kissen aufschüttelt und das Essen kocht, mehr als er zu sein scheint? Warum hat das schweigsame junge Paar getrennte Schlafzimmer? Welches Geheimnis führt der junge DJ JG? Oder will er sich nur vor seiner schrägen Mutter Ulrike verstecken? Ist Richard D. Hillebrandt einfach nur ein erfolgreicher Geschäftsmann und Frauenheld oder ein irrer Killer? Ist Holger Schwarz hilfsbereit oder will er nur ablenken, dass er den Kunstsammler umgebracht hat? Oder verbirgt der “Silberadler” in seinen vielen Zimmern ganz andere Geheimnisse?
“Ein ungeklärter Mord, eine Reihe seltsamer Charaktere und viel Situationskomik: Das neue Hörspiel „Der Schatten“ hat einiges zu bieten.” (Kölner Stadt-Anzeiger)
Das Hörspiel wird live aufgeführt, steht aber auch auf www.szene93.bandcamp.com zum Download bereit.
Mit: Marie Görgen, Florian Winters, Hans-Paul Marten, Jan Ennenga, Carina Küffner, Alina Renz, Leon Klefisch, Max Laumann, Philipp Wasmund, Jürgen Schulze
Thomas Krüger

Thomas Krüger, geboren 1962 in Ostwestfalen, arbeitete zunächst als Journalist für Tageszeitungen und Magazine. Heute ist er Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kriminalromanen, Kinderbüchern (»Jo Raketen-Po«) und zahllosen Sonetten – u.a. an Donald Duck. Thomas Krüger lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach bei Köln.

Auf Friedhofsgärtner Konrad Leisegang wartet wieder eine Leiche – eine, die nicht auf seinen Friedhof gehört: Zu Füßen einer imposanten Bronzeskulptur liegt der Tote, der einem Stromschlag zum Opfer fiel. Er war ehemals Besitzer eines bekannten Kölner Bordells. Leisegang, seinem Assistenten Martin und dem befreundeten Kommissar Heribert Rehbein bleibt kaum Zeit, die Spuren zu sichern, da gibt es bereits die nächste Leiche, erneut ein Mann, erdrosselt und in ein steinernes Tor hineingezwängt. Während Martin schon einen Serientäter wittert, tappt die Polizei erst einmal im Dunkeln. Schließlich stellt sich heraus, dass der zweite Tote ebenfalls Kompagnon im Bordell war. Es wird klar: Die Spuren reichen in die Vergangenheit zurück, zu einem spektakulären Kunstraub in den 90er-Jahren. Und der Mörder könnte erneut zuschlagen …
Wir haben Thomas Krüger gefragt:
Klassische Kriminalgeschichte oder moderner Gesellschaftskrimi – wie viel Who dunnit muss es sein?
Ich schreibe gern wortwitzige Kriminalromane. Da ist die Psychologie eines modernen Gesellschaftsromans manchmal hinderlich. Insofern gern viel „Whodunnit“ – aber ich versuche schon zu erklären, weshalb „Who“ Morde oder generell Verbrechen begann.
Reiner Klamauk ist mir dann doch zu doof.
Wie romantisch sind Friedhöfe?
Friedhöfe sind hochromantisch, weil sie so herrlich Leben und Tod verbinden. Und als Naturräume in der Stadt sind sie einfach magisch schön.
© Foto Heribert Rösgen
Ulrich Harbecke

(Jg. 1943), Studium der Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Geschichte in Köln und Wien. Promotion. Ab 1970 Freier Mitarbeiter und Moderator beim Westdeutschen Rundfunk. Reportagen aus Afrika, Indien, USA. Seit 1976 Redakteur für Geschichte, Poitik, Musik im Schulfernsehen. Leiter der Kulturabteilung des WDR Fernsehens, dann des Familienprogramms und ab 1994 der Programmgruppe Religion, Philosophie, Bildung im Fernsehen. Seit 2005 freier Publizist, Autor und Komponist.
Harbecke ist Verfasser und Gestalter herausragender Fernseh- und Hörfunksendungen und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Ulrich Harbecke lebt in Erftstadt.

Fernsehjournalist, Schriftsteller, Chronist der Bundesrepublik Deutschland, Programmgestalter, Reimeschmied, Komponist, Zeichner – Ulrich Harbecke ist ein Multitalent in Sachen Kultur. Diese multiplen Begabungen spiegeln sich auch in seinen Science-Fiction-Erzählungen wider, die – oft orientiert an unserem politischen und zwischenmenschlichen Alltag – jede Lektüre zu einem nachdenklichen Akt machen. Ohne dabei das Unterhaltende zu vernachlässigen.
Mit seinen Erzählungen hat er eine eigene, in sich geschlossene Welt geschaffen, die innerhalb der deutschsprachigen SF einzigartig dasteht.
Wir haben Ulrich Harbecke gefragt:
Können wir aus Literatur lernen?
Ja, aber das kostet Mut, denn Lesen gefährdet die Dummheit.
Welche Zukunft hat das Buch?
Ein Buch, wem ist das nicht bekannt,
ist nützlich schon als Gegenstand.
Es eignet sich als Pflanzenpresser
je schwerer, dicker, desto besser.
Und hat der Tisch ein kurzes Bein,
wird das Problem rasch lösbar sein.
Wenn Bücher in der Schrankwand stehn,
macht sich das alle Male schön.
Der Bücherwurm tut sich dran gütlich,
die Milbe macht es sich gemütlich.
Der Staub, der sich hier niederlässt,
setzt sich nicht anderweitig fest.
Der Buchbesitz ist nie vergeblich,
denn auch sein Brennwert ist erheblich.
Ganz gleich, ob Goethe, Böll, Fontane,
ob Dichtung oder Schundromane
ob nüchtern oder schön verziert,
gebunden oder nur broschiert
vergessen oder groß gefeiert,
es flackert lieblich, wenn verfeuert.
Ob klein ob groß, ob neu, ob alt,
ein Buch ist nie zu hoch bezahlt:
Wenn etwas soviel Nutzen gibt,
verdient es auch, dass man es liebt.
Dein Buch, das unbekannte Wesen.
Natürlich könnte man’s auch lesen.
© Foto privat
Zeichenworkshop mit Jana Damaris Rech

Wer in der Pause am Nachmittag selbst kreativ werden möchte, hat die Gelegenheit um 16:45 Uhr an einem Zeichenworkshop von Illustratorin Jana Damaris Rech teilzunehmen. Für Material ist gesorgt, seien Sie einfach kreativ.

